Alles neu macht der…

… äh, nicht der Mai, sondern der Oktober. Die „Linkslesestärke“ bekommt eine neue Verlagsheimat. Ab dem 21. Oktober erscheint sie bei Bassermann, der Verlags-Schwester von cbt, wo sie 2015 zuerst aufgelegt wurde. Das freche neue Preis-Schild habe ich mal drauf gelassen,in der Hoffnung, dass die „Linkslesestärke“ es doch mal zur Schul-Leck-Türe bringt.

Apropos Schule, diese Woche war ich in der Arnoldus-Grundschule in Gilching und habe gleich noch ein paar neue Wort-Spiele mitgebracht:

Kack-Tus, Schnee, Kette, Schatz-Karte, Fußball-Trikot und Pfann-Kuchen….

Bullig lustig im Vogtland

Fast hat es schon Tradition, dass ich im September durch das Vogtland tingele. Zum dritten Mal in Folge war ich bei dem Literaturwagen dabei. Und die Kuh gegenüber unserem morgendlichen Startpunkt gehört einfach fest dazu. Schön war’s, wie immer, bullig lustig, sehr abwechslungsreich und wie immer extrem kurvig, aber bildschön zwischen den Städten und Dörfern der Region.

Ein Teil der 3000 Vogtländer Kinder, die meine Bücher oder die der zehn anderen großartigen Kollegen, vorgelesen bekommen haben, haben auch der „Linkslesestärke“ gelauscht. Von diesen Veranstaltungen habe ich gleich mal ein paar neue Wort-Spiele mitgebracht: Cup-Cake, Wasser-Frosch, Ein-Horn-Pups, Obst-Korb, Nacht-Licht, Die-Reck-Tor, Gold-Fisch, Vogel-Zug, Feuer-Wehr, und Ball-ett.


Pause mit Weisheit

Schon zum zweiten Mal war ich in Weilheim bei der Lesepause zu Gast. Am ersten Ferientag in Bayern und bei ziemlich warmen Tempo-Rad-Touren haben sichtrotzdem eine ganze Schar von jungen und erwachsenen Zuhörern auf dem Kirchplatz eingefunden. Und die Sonne hat scheinbar jede Menge Energie freigesetzt, denn die Kids kamen mit vielen, wirklich cleveren Ideen auf die Bühne.


Das Tollste war: Als allererste traute sich die allerjüngste Zuschauerin auf die Bühne. Kann gerade in ihren Namen schreiben, aber malt Wort-Spiele wie eine Große!

Danach haben wir uns dann altersmäßig allmählich ein bisschen gesteigert bis hin zu einer regelrechten Alters-Weiß-Heit.

Außerdem noch mitgebracht wurden: Sonnen-Brand und Tee-Beutel.

Vielen Dank für dieses süße Willkommen und natürlich auch für ein zauberhaft kreativ gestaltetes Schaufenster in der Buchhandlung Zauberberg … Das war ein gelungener Ferienstart!


#autorenleben: Kollegen im Allgäu

Keine Fotobeschreibung verfügbar.

Am Samstag war offenbar die ganze Welt von München aus auf dem Weg ins Allgäu: Die Züge völlig überfüllt mit Touristen, Ausflüglern, Reha-Patienten, Koffern, Rucksäcken und Typen. Was ich ja, wenn ich ehrlich bin, eigentlich wirklich mag. Denn so bleiben die vielen kleinen reizvollen Begegnungen im Zug nicht aus, mit der man ein bisschen mehr von der Welt, den Leuten und oft auch von der Region erfährt.

Doch dieser Samstag hat alle spannenden und inspirierenden Begegnungen noch mal getoppt: Durch Zufall stand ich Auge in Auge mit dem großen, bescheidenen und unglaublich sympathischen Buchpreisträger Arno Geiger in meinem Zug. Eine wirklich zauberhafte Begegnung.

Auch er kam von einer Lesung, während ich noch meine vorbereiten musste. Nach dieser tollen Begegnung konnte es eigentlich nur gut werden bei meiner schon vierten Lesung in meiner Lieblingsbuchhandlung Buch Netzer. Das ist wirklich immer wie nach Hause kommen. Mit in mein anderes Zuhause hier bei München habe ich noch ein paar ganz feine Worträtsel mitgenommen: Den Blinden-Hund, den ein Papa mit seiner Tochter gemeinsam gemalt haben, das Schul-Sport-Fest, das See-Pferd-chen und für die Gastgeber eine Extra-Zeichnung mit Buch Netz-er.

Ein paar Rätsel für die Ferien

Alter-Nativ
Allianz-Arena
Ein-Rad
Kappi-Ten (Kapitän)
Bügel-Eisen
Tomate-n-Saft
Paddel-Boot

In Bayern beginnen die Pfingstferien und für die, die in den langen vorher gesagten Staus stecken und ein bisschen Abwechslung brauchen können, hätte ich hier noch ein paar lustige Worträtsel aus den jüngsten Lesungen in Gilching.

Nur sicherheitshalber, falls Ihr nicht gleich drauf kommt: Alter-Nativ, Allianz-Arena, Ein-Rad, Kappi-ten (Kapitän), Bügel-Eisen, Tomaten-Saft, Paddel-Boot.

Heimspiel im Hort

Das ist wirklich wie nach Hause kommen. Im Hort der „Villa Kunterbunt“ waren meine Kinder während ihrer Grundschulzeit zuhause. Nun durfte ich auf Einladung der Aktion Mensch aus der „Linkslesestärke“ lesen, die derzeit durch die Bildungseinrichtungen im Landkreis tourt.

Denn das Thema der Mira und ihrer Rechtschreibschwäche passt wie die Faust aufs Auge: Aus der Schwäche eine Stärke machen. Und die Kinder im Hort sind mindestens so einfallsreich wie sie es vor fünf Jahren noch waren, als wir gemeinsam die Hortzeitung gestaltet haben. Mitgebracht habe ich vier neue Wörter für die Wort-Acker-dem-ih: Zahn-Bürste, Hör-Spiel, Ameisen-Bär und Lese-Ratte.

Schön war’s. Wirklich schön.

Hochbegabt und hochinteressant

Diesen Beitrag muss ich mit einem peinlichen Geständnis beginnen: Ich habe Mist geschrieben. Und diesen Mist habe ich in ganz vielen Lesungen erzählt und keinem, wirklich keinem ist es jemals vorher aufgefallen. Keinem Korrektor, keinem Lektor und keinem Leser. Mir als Autorin schon gar nicht. Aber wenn man sich in die Höhle des Löwen mit einer Bande von hochbegabten Kindern begibt, dann muss man wohl auf einen Hinweis dieser Art gefasst sein. Es geht um eine frühe Stelle im „Theoretikerclub“ (Band 1): Darin muss ein dreistelliger Code eines Fahrradschlosses geknackt werden. „999 Möglichkeiten, um es wieder aufzukriegen,“ seufzt Albert im Buch.

Stimmt aber nicht. Es sind nicht 999 Möglichkeiten, sondern 1000. Denn die Kombi 0-0-0 muss man ja mitrechnen. Der superschlaue Junge, der mich darauf hingewiesen hat, hatte natürlich völlig Recht. Bei einer weiteren Auflage müssen wir das dann dringend ändern.

Dementsprechend war ich schon mal gut auf alles Kommende vorbereitet, als wir nach der Lesung im Workshop auf dem Ostercamp der Deutschen Gesellschaft fürs hochbegabte Kind den dritten Teil des Theoretikerclubs geschrieben haben.

In diesem Band so viel darf ich bestimmt verraten, geht es um die Liebe. Linus findet seinen Bossgegner, die ultraschlaue Lara, die noch besser hacken kann als er und Roman überlegt sich, ob er auf eine Elite-Internat wechselt. Aber – keine Sorge – es geht gut aus, auch wenn sich Lara tatsächlich in den Blog der Theoretiker hacken kann.

Die Kids haben in einem Affenzahn insgesamt sechs Szenen der Geschichte geschrieben und ich musste nur an ein paar winzigen Stellen ergänzen. Schwupps, waren 14 Manuskriptseiten fertig, innerhalb kürzester Zeit. Ich muss echt meinen Hut ziehen vor dieser geballter Kreativität und Schlauheit!

Übrigens, auch eine „Linkslesestärke“-Lesung haben wir veranstaltet, im Ostercamp. Mitgebracht habe ich: Auf-er-Steh-ung (war ja Ostern), Drachen-Reiter und Erbsen-Hirn.



#autorenleben: D-Schaf-Ü in Osterhofen

Kennt Ihr das, wenn man irgendwo hinkommt und man merkt, das sieht alles so bekannt aus? Hier war man schon mal? Nun war ich mir ziemlich sicher, dass ich noch nie in meinem Leben in Osterhofen war und dort auch sicherlich noch nicht gelesen habe. Aber diese Straße, dieses Hotel… Bis es mir dämmerte: Hier war ich doch schon. Vor sechs Jahren habe ich hier schon mal gewohnt, als ich einen Kurs fürs Glasblasen bei der Glas-Künstlerin Rike Scholle belegt habe. Und die Leidenschaft fürs Glasperlenmachen ist mir geblieben. Keine Lesung ohne die selbst gemachte türkisfarbene Perle, die mich immer begleitet.

Wortspiel-Perlen habe ich natürlich auch wieder im Gepäck mit nach Hause. Ein absoluter Stauner ist auch dabei: Cola-Bier-en.

Toll, war’s in Osterhofen, was nicht zuletzt dem umwerfenden Empfang, den Bücherei-Praktikant Jonas vorbereitet hatte:

Oder auch an dem kirchlichen Beistand, der hinter der Stadtbücherei steht:

Und hier kommen noch alle weiteren Wortspiele aus Osterhofen: Elefanten-Haus, Stink-Tier, Stuhl-Pen, Eis-Schrank, Frei-Zeit und Stachel-Beeren.

Und übrigens, was ich absolut bestätigen kann, in Osterhofen legt man noch ganz viel Wert auf gute Mann-Nieren. Hier ist der Beweis!

Hier noch die Presse-Artikel zu den Lesungen: PNP und Idowa .

#autorenleben: Bodenhaftung auf der Leipziger Buchmesse

Hier ist der Beweis: Ich war da. Auf der Buchmesse. Voll, aber toll war’s. Am allermeisten genieße ich ja den Kontakt mit den Lesern. Freunde, die man von Lovelybooks kennt oder von Instagram oder gerade eben erst neu kennenlernt. So viel Bodenhaftung hat man sonst eher selten in seinem einsamen Elfenbeinturm.

Für ganz besondere Bodenhaftung hat bei meiner Lesung übrigens ein verirrter Aufkleber gesorgt, den ich die ganze Zeit dekorativ unter der Sohle mitgetragen habe. Peinlich, peinlich. Das Beweisfoto (allerdings ohne meine Schuhe im Bild) hat übrigens Rüdiger Bertram geschossen. Wir haben uns nämlich hier die Klinke, äh Bühne in die Hand gegeben.

Vorher war ich übrigens mit der „Linkslesestärke“ noch im hohen Norden bei Stade. Bei den Kindern in Mulsum und Kutenholz habe ich viele neue Anregungen mitgenommen: Hier als Auswahl Bag-Fisch, Eier-Becher, Schatz-Karte, Feder-Mäppchen, Vogel-Käfig.

#autorenleben: Ansage vom Bürgermeister

Keine Fotobeschreibung verfügbar.Auch wenn man viel mit Lesungen unterwegs ist, ist so etwas nichts Alltägliches: Vom Bürgermeister höchst persönlich begrüßt und dem Publikum vorgestellt zu werden. Bei meiner Lesung in Uslar aber ließ es sich der Bürgermeister Torsten Bauer nicht nehmen, persönlich die Bühne zu bereiten. Eine seltene Ehre.

Uslar, eine kleine Fachwerkstadt in Niedersachsen, ist nicht nur hübsch romantisch, sondern mit einem starken Kulturverein auch ziemlich kreativ. Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf hat sich von dem Uslaer Hotel, in dem auch ich gewohnt habe, sogar zu einem schönen Tatort inspirieren lassen. Aber trotzdem, Wolf muss sich warm anziehen, denn auf den Schulbänken sitzt schon die Konkurrenz – eine Menge Kinder, die später einmal Autor werden wollen. Dass sie schon mal ganz viele Ideen haben, haben sie mit jeder Menge einfallsreicher linkslesestarken Wortspielen unter Beweis gestellt.

Uslar war der letzte Punkt einer sehr abwechslungsreichen Lesereise durch Niedersachsen. Der Startschuss fiel in Braunschweig mit einer Lesung zum 20ten Geburtstag der Ortsbücherei Querum.  Hier habe ich nicht nur ein paar Linkslesestärke-Wortspiele mitgebracht, sondern ein paar selbstgebastelte Blumen. Am nächsten Tag in Gittelde/Bad Grund durfte ich zum Abschluss mal wieder auf Unterarmen unterschreiben – was ja echt eine geheime Leidenschaft von mir ist. Man fühlt sich toller als Thomas Müller und braucht dafür nicht mal besonders gut Fußball spielen!Bild könnte enthalten: Tisch

Und in Peine wäre ich am liebsten geblieben – diese tolle Bücherei mit dem über 300 Jahre alten Holz-Fachwerk und dem knackenden Gebälk hat’s mir echt angetan. Also, da wünscht man sich wirklich, bald wieder zurückzukommen.

Keine Fotobeschreibung verfügbar.Auch die Kinder haben sich was gewünscht. Auf einer der Blumen aus Querum stand Folgendes: „… dass Sie auch weiterhin so tolle Bücher schreiben!“ Ok, hab’s begriffen, arbeite ab sofort dran. Mitgebracht habe ich übrigens jede Menge neuer Wortspiele und dieses Mal so viele, dass sie von A-Z reichen:

Auto-Bahn, Eier-Kopf, Bus-Fahrkarte, Handy-Y, Herz-Schlag, Hühner-Ei, Roll-Schuh, Katzen-Stein, Kamel-Tee, Kopf-Nuss, Mehl-Odi, Pf-Erde-St-All, Pull-Over, Swimming-Pool, Tafel Schokolade, U-Boot, ver-schenkt, X-Box, Zirkus-Direktor. Alle Neuzugänge findet ihr in der Wort-Acker-dem-ih.